Donnerstag, 25. August 2016

Das Haus nach 5 Jahren und Erfahrung mit Gewährleistung

Nachdem unser Haus nun sein fünfjähriges Bestehen feiert und demnach die Gewährleistung für offensichtliche Mängel abläuft, haben wir nochmlas Kontakt mit der HS-Bau aufgenommen um um Klärung und Behebung von einigen Mängeln gebeten. Begonnen hat dies zum Teil zwar schon vorher, aber die letzte "Initialisierung" haben wir mimt einem Fax und Einschreiben Anfang April'16 gestartet. Wir hatten die HS-Bau um Stellungnahme und Behebung der Mängel innerhalb der kommenden 6 Wochen gebeten. Leider scheinenb selbst 6 Wochen zu knapp zu sein, denn passiert ist seitdem außer einem Besuch der HS-Bau und dem ersten Versuchen des FLiesenlegers nicht wirklich etwas Erfolgsversprechendes. Aber wir haben noch nicht aufgegeben...

Risse im Innenputz
In unserem Haus sind leider diverse Risse im Innenputz erkennbar. Mal in vertikaler, mal in horizontaler Richtung. Mal ein paar Zentimeter, mal mehr als einen Meter lang. Zum größten Teil haben wir nicht tapeziert, wodurch es vermutlich mehr auffällt. Allerdings sind viele der Risse optisch wirklich störend und auch bewiesenermaßen größer als 0,2 mm.
Mal waagerecht...
...mal senkrecht


Besonders auffällig sind die Rissbildungen am Übergang von Innenwand zur Decke im EG. Die Risse sind so ausgeprägt, dass sich der Innenputz bereits löst und gefühlt demnächst abfallen wird:


Das Phänomen tritt in verschiedenen Räumen auf, die unterschiedlich "weiterbearbeitet" wurden:
  • komplett ohne Nachbearbeitung seit Hausübergabe, also der Innenputz so jungfäulich wie bei Übergabe durch die HS-Bau
  • Innenputz und Decke nur einfach gemalert
  • vom Fachhandwerker ordentlich gemaltert
Die HS-Bau hat sich bisher recht unspezifisch dazu geäußert und der Innenputzer hat sich anfänglich gemeldet. Mittlerweile meint der Innenputzer, es müsse erst mit der HS-Bau geklärt werden, denn er fühlt sich nicht für alle Risse verantwortlich. Wir als Kunde stehen am Rand und warten. Das Gefühl, dass etwas passiert haben wir in den letzten Wochen nicht gewinnen können.

Risse beim Trockenbau
Im OG befinden sich diverse Trockenbauelemente (Dachschrägen und Decke). Hier gibt es zum teil mehrere mm große Risse. Teilweise geradlinig, teilweise querlaufend.


Zwar gab es im April einen Anruf mit einem recht kurzfristigen Terminvorschlag vom Trockenbauer, aber von heute auf morgen ging leider nicht bei uns (haben ja schließlich auch noch anderes zu tun, als nur für die Handwerker Gewehr bei Fuß zu stehen). Seitdem "Still ruht der See".

Fliesensockel
Anscheinend gab es eine ordentliche Setzung des Estrichs. Anders lassen sich die teilweise 1cm starken Abstände zwischen Fliesensockel und Bodenfliesen nicht erklären. An anderen Stellen ist die Silikonfuge nur leicht gerissen und der Abstand zwischen Sockel und Boden ist wesentlich kleiner. Uns zu guter letzt noch das Phänomen, dass die Silikonfuge das stärkste Element ist und den Fliesensockel von der Wand gerissen hat.Hier mal ein paar Beispiele:
...hier war die Silikomfuge stärker als der Fliesenkleber
 

Wie auch immer.

Der Bauleiter meint hierin eine normale und zu akzeptierende Erscheinung zu erkennen, also keine Gewährleistung. Das Stichwort lautet "Wartungsfuge". Unser Bausachverständiger hat hierzu eine gegenteilige Meinung. Im Bauvertrag ist auch nicht ausgewiesen, dass es sich 1) um Wartungsfugen handelt und 2) dass Wartungsfugen generell von der Gewährleisung ausgeschlossen sind. Eine spitzfindige Fragestellung wäre noch, ob das vollständige Entfernen der Silikonreste und das Neuverfugen noch als Wartung zu sehen sind.

Hat jemand Erfahrung, was noch normal ist und was nicht?

Bodenfliese
Bereits zum 2. Mal ist eine Bodenfliese in unserem EG gerissen. Da es beide Male die identische Stelle mit fast identischem Rissverlauf war, scheint es ein tieferlegendes Problem zu geben. Bei der ersten AUsbesserung hat der Fliesenleger angeblich einen anderen, flexibleren Kleber verwendet. Wie die Arbeiten in 2012 sonst noch ausgeführt wurden, kann man im zweiten Teil von "Wir machen alles anders?" nachlesen.
Einmal ist keinmal scheint sich der Boden zu denken und zwei Jahre später der gleiche Riss. Die HS-Bau und auch der Fliesenleger scheinen einen Verdacht zu haben, nur tatsächlich erklärt haben sie es uns bis jetzt nicht. Und wie immer war die Koordinierung und Kommunikation spannend:
Der Fliesenleger bat um einen kurzen Besichtigungstermin, um sich ein Bild zu machen. Haben wir kurzfristig hinbekommen. Er (der Fliesenleger) kam, sah und meinte plötzlich: Machen wir jetzt gleich. Nachdem wir dann darauf hingewiesen haben, dass jetzt nur ein paar Minuten Zeit sind und dies soch auch nicht geplant war, zog er von dannen. Beim nächsten Termin der Fliesenleger, hatte aber kein Material dabei, wie wir gemeinsam feststellten (Vier Augen sehen bewiesenermaßen mehr als zwei). Nach einigen Wochen ohne Rückmeldung haben wir dann nochmals nachgefragt und siehe da, es ging dann ganz schnell. Leider ist das aktuelle Zwischenergebnis auch nur mit "schnell irgendwie Fliese austauschen" zu beschreiben, denn mittlerweile haben wir zwei Absätze im eigentlich als eben geplanten Fußboden (beide jeweils um den halben Zentimeter). Hier mal ein optischer Eindruck:


..und hier mal mit Größenangabe:
Stufe 1
Stufe 2

 Wir hoffen noch, dass es nun bald ordentlich gelöst wird, informiert ist unsere Baufirma seit mehreren Wochen.

Verkleidung des HKV (Heizkreisverteilers)
Die Geschichte ist nicht neu, aber der Vollständigkeit halber mal kurz umrissen:
Im OG haben wir darum gebeten, den HKV-Kasten als Unterputzvariante auszuführen. Dem wurde nach Murren auch nachgekommen. Nach Hören-Sagen wurden vom Gewerk Heizung/Sanitär entsprechendde Maße für das "Loch" in der Wand an den Rohbauer gemeldet. Im Nachgang stellte sich heraus, dass diese Ausparung überdimensioniert war. Ob zwischen HKV-Kasten Planung und Einbau eine Schrumpfung der Maße eingesetzt hat oder die gemeldeten Maße einfach nur großzügig ausgelegt wurden, wissen wir bis heute nicht. Wie auch immer: Irgendwann musste nach dem Einbau des HKV-Kastens dieser auch auf der Rückseite verputzt werden, was für die beteiligten Handwerker anscheinend über die vorhandenen Kompetenz hinausging. Hier nachzulesen
Nun ist der Innenputz zum Teil abgefallen und es gibt eine ordentliche Rissbildung. In der Hoffnung, dass dies behoben wird, haben wir uns Mitte Februar 2014 an unseren Bauleiter gewandt. Er hat sich dies auch vor Ort angeschaut und Abhilfe im Rahmen der Gewährleitung zugesagt. Mal wurden unsere Anfragen mit "Hat sich der Subunternehmer nicht bei Ihnen gemeldet" oder "Wir suchen nach einem Unternehmen, dass das Problem behebt" beantwortet, aber in letzter Zeit gibt es überhaupt keine Reaktion mehr. Die Letzte Info haben wir an einen etwas größeren Verteiler geschickt. Dank der IT-Technik wissen wir, dass die Nachricht seitdem bei der HS-Bau von mindestens 4 Mitarbeitern gelesen wurde, allerdings auch von mindestens 2 einfach gelöscht. Auf eine Reaktion in Form irgendeiner Rückmeldung warten wir seit einer Woche....
Letztlich gab es dann doch eine Überarbeitung, die uns ein zumindest wesentlich ordentlicher und nun schon seit einem Jahr haltende Verputzung beschert hat. Dass wir die gesamte Wand neu streichen mussten, obwohl die Ursache nicht durch uns verschuldet war, verbuchen wir unter "Lessons learned".

Donnerstag, 20. März 2014

Erfahrungen - (fast) 3 Jahre nach Übergabe

Wir sind selbst überrascht über den regen Zuspruch, den unser Bautagebuch gefunden hat und noch immer findet. Mittlerweile mehr als 40.000 Zugriffe und noch immer ist keine Flaute in den Seitenaufrufen erkennbar. Daher möchten wir die letzten 3 Jahre Revue passieren lassen, die seit dem Abschluss des Bauvorhabens durch die HS-Bau vergangen sind. Diesen Post werden wir von Zeit zu Zeit aktualisieren, um die Zeit danach zu dokumentieren.

Erfahrungen mit dem Bauobjekt

Allgemein

Im Allgemeinen sind wir zufrieden mit unserem Häuschen. Wir haben uns anscheinend keine groben Planungsfehler geleistet und finden unsere Raumaufteilung noch immer passend. Naja, bis auf den Umstand, dass aus unserem "geplanten" zweiten Kind dann Zwillinge geworden sind und wir nun theoretisch ein Kinderzimmer zu wenig haben. Aber noch passt es und ein Arbeits- und Gästezimmer braucht man doch nicht wirklich, oder? Wofür gibt es denn Hotel und Pensionen, in denen der Besuch auch nächtigen könnte und Homeoffice kann man notfalls auch am großen Esstisch bewerkstelligen ;-)
Mittlerweile können wir auch den Spruch zumindest teilweise nachvollziehen: Das erste Haus baut man für einen Feind, das zweite für einen Freund und das dritte für sich selbst. ...im Nachhinein ist man in vielen Dingen immer schlauer und auch hier hilft Erfahrung.
Die Frage: Würdet ihr wieder mit HS-Bau bauen, können wir nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Wir sind noch immer überzeugt, dass die HS-Bau diverse Vorteile gegenüber anderen Anbietern bzw. Konzepten bietet:
  • Freie oder zumindest freiere Planung des Hauses gegenüber dem Standardkatalog, den andere Anbieter "nur" anbieten können/wollen
  • Ein Generalunternehmer als zentraler Ansprechpartner und Gewährleistender gegenüber dem Management diverser Einzelgewerke
  • "Gestandenes" Unternehmen, was hoffentlich eine gewisse Zukunftssicherheit bietet (Garantieren kann das Niemand) gegenüber "kleinen" lokalen Anbietern, die doch eher ums Auskommen kämpfen müssen
Auf Probleme und Herausforderungen muss man wohl immer gefasst sein. Einerseits ist die Anzahl wesentlich geringer, wenn man ein ausreichend hohes Budget zur Verfügung hat. Dies könnte den "Zeit- und Kostendruck" im gesamten Bauablauf minimieren. Aber auch wir hatten ein begrenztes Budget.
Andererseits sollte man auch diverse Grundlagen beachten:
  1. Realistische Finanzplanung - genügend Puffer einplanen, denn Mehrkosten kommen [vermutlich] garantiert
  2. Realistische Zeitplanung - auch bei einer Bauzeitgarantie kann man nicht unbedingt nach 6 Monaten einziehen. Einerseits sind noch diverse Eigenleistungen (Malerei etc.) zu berücksichtigen und andererseits kann man unter bestimmten Witterungbedingungen einfach nicht bauen (und diese Zeiten sind höhere Gewalt und von der Bauzeitgarantie ausgenommen)
  3. Wer kein Bauprofi ist und täglich auf der Baustelle vorbeischauen kann, sollte sich fachkundigen Beistand besorgen - vor Vertragsunterzeichnung, denn schon hier kann man viele Punkte klären und optimieren.

Handwerkerliste

Hier mal eine Auflistung der an unserem Bau beteiligten Unternehmen. Wir haben jeweils unsere subjektive Wahrnehmung bzgl. Beratung und Ausführung dazugeschrieben.

Aussenputz
TITAN GmbH aus Bergholz-Rehbrücke
Unsere Wahrnehmung: Tolle Beratung und super Umsetzung

Blower Door Test
Herr Marcel Rohrlack aus Lostau
Unsere Wahrnehmung: Waren wir nicht anwesend und hatten keinen direkten Kontakt und können die Leistung nicht bewerten

Dachdecker/Zimmerer
E.S.-Dachbau aus Magdeburg
Unsere Wahrnehmung: Eigentlich OK, notwendige Nacharbeiten wurden umgehend durchgeführt,

Elektro
Elektroinstallation Otte aus Wackersleben
Unsere Wahrnehmung: Gute Beratung und Zusammenarbeit mit anderen Gewerken, sehr gute Erreichbarkeit und Kommunikation, Ausführung in einigen Details nicht optimal (wurde aber alles so weit wie möglich korrigiert)

Estrich
L & S Bauunternehmung aus Bamme
Unsere Wahrnehmung: Uns sind keine Probleme bekannt, hatten aber auch keinen direkten Kontakt

Fenster & Türen
EB Elm Bau GmbH aus Helmstedt
Unsere Wahrnehmung: Tolle Beratung (unser Platz 1) und sehr gute Umsetzung, sehr gute Erreichbarkeit und Kommunikation (selbst nach Bauabschluß wurden Rückfragen umgehend beantwortet)

Fliesen
Veiko Sagner aus Magdeburg
Unsere Wahrnehmung: Fliesen hatten wir uns bereits vorab bei einem lokalen Fliesenstudio ausgesucht, restliche Beratung ganz OK (auch die Mitarbeiter auf der Baustelle), Ausführung akzeptabel (diverse Nachbesserungen)

Heizung & Sanitär
Rothermann aus Kretzschau/Zeitz
Unsere Wahrnehmung: Beratung eher mittelmäßig (hatten immer das Gefühl, dass Alles, was vom Standard abweicht nicht gerne gemacht wird), Ausführung akzeptabel, Kommunikation schwierig (Erreichbarkeit und Kommunikation)

Innenputz
Tölzer Wanddesign aus Peine
Unsere Wahrnehmung: Nicht zu empfehlen

Innentreppe
Jankowski Metall & Treppenbau aus Burgdorf
Unsere Wahrnehmung: Beratungnicht wirklich toll, Ausführung OK

Planung/Statik
KHD Königslutter-Haus-Design GmbH aus Königslutter
Unsere Wahrnehmung: Nach einigen Anlaufschwierigkeiten (Überlastung?!) lief es reibungslos und Rückfragen wurden sehr schnell bearbeitet

Rohbau
MassivhausProfi aus Zerbst
Unsere Wahrnehmung: Ausführung nicht wirklich empfehlenswert (diverse Nacharbeiten; vergessene Leistungen, die nachträglich nicht mehr erbracht wurden)

Trockenausbau
V. Schulze & H. Dörk GbR aus Magdeburg
Unsere Wahrnehmung: Beratung hat nicht stattgefunden (nachträglich hätten wir vermutlich Einiges anders gemacht), Ausführung des HS-Bau Standards schnell und gut

Was wir heute anders machen würden oder auch nicht

Lüftungsanlage
Was wir vorher nicht wussten und was uns auch nicht vom Fachmann mitgeteilt wurde (sehr wahrscheinlich aufgrund fehlender Kenntnisse): Die Lüftungsanlage von Vaillant und vermutlich auch bei allen anderen Herstellern schaltet bei einer Außentemperatur von unter -5°C ab. Dies soll verhindern, dass sie vereist. Nur blöd, dass man dann gerade zu der kalten Jahreszeit wieder selbst lüften muss. Außerdem versucht die Anlage regelmäßig wieder anzulaufen und die Lüftung "dreht" kurzfristig auf Maximum. Im ersten Moment etwas verwunderlich.
Man sollte auch beachten, dass die Lüftungsanlage im Winter dazu beiträgt, dass die Luft im Inneren sehr trocken wird. Wir hatten im Extremfall eine relative Luftfeuchte von unter 30%, was nicht gesund ist. Mit einigen Anpassungen an der Steuerung, Umtopfen diverser Zimmerpflanzen auf Hydrokultur und klassischem Wäschetrocknen im Haus auf Wäscheständern haben wir das einigermaßen in Griff bekommen.
Die Vaillantanlage hat für die warme Jahreszeit einen Bypass, so dass der Wärmetauscher umgangen wird. Trotzdem wäre es cool, wenn man die Außenluft kühler ins Haus bekäme. Ich habe schon Lösungen gesehen, bei denen die Zuluft über unterirdisch verlegten Rohren angesaugt wird. Vorteile: Im Sommer kühlere und im Winter wärmere Zuluft.
Trotzdem finden wir die Lüftungsanlage noch immer eine hervorragende Investition.

Elektroanlagen
Steckdosen, Steckdosen und nochmals Steckdosen. An einigen Stellen sind diese noch immer Mangelware. Lieber noch ein Dutzend mehr einplanen - wir haben die vertragliche Standardanzahl schon weit überschritten, aber wie gesagt, an einigen Stellen fehlen sie trotzdem.

Heizungsanlage
In unserem Haus ist eine Vaillant Luft-Wärme-Pumpe verbaut. Wir haben nun ja einige, zum Teil auch recht harte Winter hinter uns gebracht. Wenn die Anlage funktioniert, wurde es auch nicht kalt. Zu Beginn hatten wir einige Probleme, die aber durch den Vaillant Kundendienst letztendlich behoben wurden (neue Software/Steuerungeinheit). Anscheinend war die Anlage anfänglich optimal auf die Temperaturen von unter -10°C über mehrere Tage vorbereitet. Die Aussagen von Vaillant waren hier widersprüchlich: Zuerst hat der Vaillant Servicetechniker von einem bekannten Problem gesprochen, was zu der Zeit häufiger auftrat und für welches an einer Lösung gearbeitet wird. Nach einigen Updates gab es eine nachträgliche offizielle Stellungnahme vom Hersteller: Kein "eingebautes" Problem und daher kein weiterer Handlungsbedarf.
Im Vergleich zu unserer vorherigen Doppelhaushälfte (90 m², 3 Bewohner, Baujahr ca. 2007) sind unsere Energiekosten (Strom, Gasheizung, Warmwasseraufbereitung über Gasheizung) fast gleich geblieben. Und das obwohl die Wohnfläche nun ca. 160m² beträgt und wir mittlerweile 5 Bewohner sind. Und natürlich sind auch diverse neue Energieverbraucher hinzugekommen. Zusammengefasst: Unsere Entscheidung war richtig und wir sind davon überzeugt, dass diese Technologie ökologisch und ökonomisch sinnvoller ist.

Reklamationen bei der HS-Bau
Auch hier gibt es Licht und Schatten: Manchmal dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis etwas Erkennbares passiert. Wir mußten in Einzelfällen gefühlte Telefon-, E-Mail- und Faxschlachten schlagen, bis Reklamationen nach der Bauabnahme bearbeitet und behoben wurden. In anderen Fällen ging es recht unkompliziert und schnell.
Wir vermuten, dass das eigentliche Problem in der Kommunikationskette Bauherr - HS-Bau - Handwerker begründet ist. Die HS-Bau leitet die Reklamation weiter und der Handwerker scheint dies in Einzelfällen zu verschlafen, so zumindest unsere Erfahrung. Aber eine freundliche, entspannte aber auch konsequente Kommunikation hat bisher immer geholfen.

Dienstag, 7. August 2012

Verschwunden im Internet

Hallo and die noch immer fleißigen Leser. Laut Statistik gab es bereits mehr als 27.000 Seitenaufrufe, was uns einerseits sehr überrascht, aber andererseits auch sehr freut.
Bedauerlicherweise haben wir festgestellt, dass unser Blog nicht mehr in den bekanntesten Bautagebuchsammlungen (www.bautagebuch-sammlung.de und www.bautagebuch-liste.de) vertreten ist. Dieses Schicksal hat aber anscheinend alle Baublogs, die mit der Firma Fibav bzw. HS-Bau in Zusammenhang stehen, ereilt. Beide Firmen sind gar nicht mehr vertreten.
Auf Nachfrage teilten mir die Betreiber u.a. mit, dass sie dazu von der Fibav/HS-Bau aufgefordert wurden. Die Begründung war wohl, dass ein Blog falsche Informationen enthielt. Warum dann aber anscheinend gefordert wurde, gleich alle Blogs aus der Sammlung bzw. der Liste tilgen?

Samstag, 30. Juni 2012

Wir machen alles anders?

Tja, vor und auch während unserer Bauzeit war ich regelmäßiger Leser diverser Bautagebücher. Gewundert hat mich immer, dass die Blogs fast immer mit der Hausübergabe endeten. Daher war unsere Idee, das anders zu machen - das Ergebnis sieht man ja. Es ist nicht so, dass es nichts zu berichten gäbe. Es fehlt einfach die Zeit. Wenn man mit dem Innenausbau einigermaßen durch ist (fertig dauert wahrscheinlich noch wesentlich länger), dann wird es spätestens mit Beginn der warmen Jahreszeit im Garten akut. Allein das wäre einen Blog wert. Aber zurück zum Baublog - neben diversen Reklamationen im Rahmen der Gewährleistung, haben wir auch den Einen oder Anderen kennengelernt, der mit FIBAV/HS-Bau so seine Erfahrung gesammelt hat. So wie es scheint, haben wir noch relativ wenige Probleme gehabt. Was wir mittlerweile an Erfahrungen gesammelt hat, lässt uns immer mehr an den Baufirmen im Allgemeinen (sicher nicht alle, doch zu viele zweifeln. Ein Beispiel bzgl. unserer Baufirma: Es gibt eien Eintrag zum Thema Kabelverlegung über Putz bzw. einmal Außen ms Haus herum. Die gleiche Firma hat es bei Bekannten nochmal so versucht. Steckt da Methode dahinter oder will man nicht lernen? Die Elektrofirma hat sich im Nachhinein doch als wenig komepetent in der Ausführung erwiesen. Alleine die Anzahl nicht funktionierender Lichtschalter und Steckdosen ist schon beschämend für einen Fachhandwerker. Danach waren die Leute auch noch zweimal da, um unsere Rolladensteuerung zu reparieren - gebracht hat es nichts, am Ende funktioniertes es immer noch nicht vollständig. Wir haben uns mittlerweile anderweitig um eine Lösung bemüht. Neben dem Zweifel an den Fähigkeiten der Elktriker ist auch die Handhabung von Reklamationen bei der HS-Bau eher abschreckend. In der Regel bedarf es mindestens 2 Mahnungen und Anrufe, bis überhaupt etwas passiert. Gesetzte Fisten werden regelmäßig ignoriert und die Erfahrungen mit den Nachabeiten sind eher durchwachsen. Neben dem Elektriker hat sich auch der Fliesenleger nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ohne Vorwarnung wird im bereits seit einem Jahr bewohnten Haus in der offenen Wohnküche die Flex angesetzt und fleissig gewerkelt. Keine Info, kein Abdecken, kein Schließen der Türen zum Vorratsraum oder zum Hausflur. Wie es danach aussah, kann sich Jeder, der schon mal einen Trennschleifer in Aktion gesehen hat, vorstellen. Neben allen Möbeln der Küche, des Ess- und des Wohnzimmers (einschliesslich der heutzutage üblichen Audio, Video und sonstiger elektronischer Unterhaltungsgeräte) waren auch die Lebensmittel in Küche und Vorratsraum mit einer unübersehbaren Dreckschicht versehen. Die Fußböden im gesamten Haus waren erst nach 4 Reinigungsdurchgängen wieder betretbar. Nur zur Info - wir haben daheim gerade 5 Monate alte Zwillinge und die entsprechenden Utensilien lagern in der Küche immer griffbereit... Den Frust der Mutter können sich wahrscheinlich aeinige von Euch vorsellen. Aber keine Egung beim Fliesenleger. Leider fehlt uns auch einfach die Muße und Zeit, das nun auch wiede bei der HS-Bau klären zu lassen. Auf dem Protokoll für die Bearbeitung der Reklamation haben wir es vermerkt, nur scheient es Niemanden zu interessieren... So, nun mal genug für heute, denn in den letzten drei Tagen habe ich insgesamt diverse Tonnen an Betonsteinen für unsere Hochbeete gekauft, eingeladen, nach Hause gefahren, ausgeladen udn letztlich verbaut. Und das bei 30 Grad... Jetzt geniesse ich den Anblick und weiß, dass es sich gelohnt hat :-)

Dienstag, 23. August 2011

Lebenszeichen

Hallo an alle Leser,
folgender Kommentar zum bisher letzten Post hat uns wieder wachgerüttelt - zumindest blogtechnisch schienen wir ja in den Winterschlaf verfallen zu sein:

Wir bauen z.Zeit auch mit der HS Bau und sind vom Verkäufer extrem enttäuscht und die HS Bau hat sich wohl komplett übernommen.Wir sind schon weit über unsere Bauzeitgarantie von 5 Monaten, die Wohnung ist gekündigt-aber am Haus geht NICHTS voran.Der Bauleiter ist nicht zu erreichen, und wenn werden wir mit fadenscheinigen Ausreden vertröstet.Selbst die Geschäftsleitung meldet sich nur sporadisch zurück-passieren tut dann aber auch nichts!!!!!!Wir sind so genervt!!!!!!!!Haben jetzt Urlaub und wollten ENDLICH renovieren, aber noch nicht mal die Heizungsanlage wurde aufgebaut.Somit konnte die Aufheizphase nicht durchgeführt werden, was uns wieder um Wochen zurückwirft.Was sollen wir noch tun?Wir sind ratlos....

Um ehrlich zu sein, gibt es auch bei uns noch das Eine oder Andere zu berichten, was hier hoffentlich bald zu lesen sein wird. Nur schon mal soviel vornweg - es gab noch spannende Geschehnisse, die unsere Meinung über einige der Beteiligten in ein anderes Licht rückten. Auch haben wir momentan einen Makel ferstgestellt, der uns doch etwas verunsichert. Dazu aber später mehr.
Zu dem Kommentar von oben: Dies haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen auch schon von anderen Bauherren vernommen. Wenn es wirklich schon so dramatisch ist, wie es klingt, sollte doch eigentlich die Bauzeitengarantie (zumindest hatten wir dies in unserem Vertrag) greifen. Natürlich hilft dies nicht, den Frust abzubauen. Aber zumindest finanzielle Schäden sollten somit vermeidbar sein. Ansonsten: Augen zu und durchhalten. Am Ende wird es schon (irgendiwe) klappen. Danach ist man auch irgendwie stolz auf das Durchstehen solcher Phasen.

Sonntag, 5. Juni 2011

Die Zeit vergeht

... ohne das etwas passiert. Zumindest gefühlt stehen für uns seit fast 3 Wochen zumindest im Bereich Nacharbeiten alle Räder still.
Im Abnahmeprotokoll gibt es diverse Punkte, die einer Nacharbeit durch die Baufirma bedürfen. Leider ist der Bauleiter nicht erreichbar und reagiert auch nicht auf unsere Anfragen.

Allerdings gibt es auch Positives zu berichten: Die Fassade ist fertig und sah auch sehr gut aus. Leider hat es ein anderes Gewerk geschafft, diesen Eindruck wieder einzutrüben. Beim Anbringen der Fenstergitter (französische Balkone) wurde wohl zu großzügig gebohrt. Nun gibt es neben einigen Verankerungsstellen Löcher im Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche...

Donnerstag, 19. Mai 2011

Versuche

Zuerst: Kücheneinbau und Umzugsunternehmen konnten nochmal verschoben werden.
Am 17.06. stand dann der zweite Abnahmeversuchstermin an - und siehe da, es waren alle möglichen Handwerker vor Ort, um die noch vorhandenen Mängel zum größten Teil sofort zu beheben. Soviel war wohl noch nie los auf unserem Bau ;-)
Letztlich gab es dann ein Abnahmeprotokoll, was nur 9 Punkte als "noch zu beheben" aufführte. Alles in Allem paßt alles. Wir freuen uns endlich einzuziehen.

Ein Thema hat sich allerdings bis heute als der Dauerbrenner auf dem Bau herausgestellt: Der Putz an der Rückseite des Heizkreiverteilerkastens. Das Loch in der Wand war überdimensioniert und nun wurde schon 5 Mal versucht, die Rückseite so zu verputzen, dass es einigermaßen gerade ist. Bisher alles Fehlversuche - momentan ziehen wir in Erwägung, dies durch eine andere Firma korrigieren zu lassen, denn ehrlich: uns fehlt der Glaube, dass ausgerechnet der 6. Versuch zum Erfolg führen wird.

Und noch etwas läßt uns den Glauben an dem Auftragnehmer verlieren (diesmal wieder die Vertriebsabteilung): Im Oktober 2010 hatte uns die FIBAV Vertrieblerin für die Weiterempfehlung eine Prämie zugesagt. Brav füllten wir das entsprechende Formular aus. Nach ein paar Monaten fragten wir mal nach und natürlcih wurde uns eine sofortige Klärung zugesagt - geschehen ist seit dieser und den ncoh folgenden persönlichen Nachfragen nichts. Scheint wohl System dahinter zu stecken - Vielleicht will die FIBAV ja gar nicht, dass sie weiterempfohlen wird?

Mittwoch, 11. Mai 2011

Alle Maschinen Stopp

...anders kann man unser Erlebnis vom Dienstag nicht beschreiben.

Es war viel los in den letzten Wochen, hauptsächlich Eigenleistungen ala Malerarbeiten etc.. Daher war es im Blog auch recht ruhig, aber das Geschehene werden wir noch nachträglich dokumentieren. Schon im Interesse der zahlreichen Neugierigen, die fast regelmäßig Gast auf der Baustelle waren und sind. Nicht zu vergessen die vielen Nachfragen per E-Mail, die wir auch weiterhin gern beantworten werden.
Nun zum "Alle Maschinen Stopp" - nach diversen Terminanpassungen war nun endlich ein Abnahmetermin gefunden, der 10.05.2011. Schon einige Tage vor diesem Termin trudelten plötzlich die letzten Rechnungen der Baufirma ein - für Arbeiten, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal begonnen waren.
Also waren wir frohen Mutes auf der Baustelle und 09:15 Uhr verkündete der Bauleiter mit nicht allzu freundlicher Miene: 'Es hat keinen Sinn. Es sind einfach zu viele Mängel. Das müssen wir mit allen Gewerken zusammen machen.' - der Schock saß und sitzt tief. Der Termin für den Umzug war ja schon geplant und fixiert...
Nun versuchen wir es am 17.05.2011 nochmal. Hoffentlich können wir den Umzug nochmal verschieben...

Mittwoch, 23. März 2011

Nässe

Wir hatten ja viel Hoffnung in die erste Heizphase gesetzt, aber leider gibt es noch diverse nasse Flächen an den Außenwänden unseres neu entstehenden Hauses. Da der größte Teil des Innenputzes mittlerweile recht gut getrocknet zu sein scheint, sind die nassen Stellen sehr gut ersichtlich. Unser regelmäßiges Lüften hat zwar einige Verbesserungen gebracht, doch sind nun recht hartnäckige, weil anscheinend regelrecht mit Wasser vollgesogene Flächen übrig. Der Rohbau hat doch einiges an Wasser abbekommen. Das sich dieses Dilemma in den noch zur Verfügung stehenden Wochen auf "natürliche" Weisevon selbst löst, scheint eher unwahrscheinlich.
Da demnächst auch die Außenfassade angebracht werden soll und der Innenausbau auch nicht in allzu weiter Zukunft folgen wird, sind wir etwas unsicher. Unsere supernetten Fliesenleger haben uns heute Geräte zum Trocknen empfohlen. Hat hier jemand Erfahrung mit solchen Maschinen oder gibt es andere Empfehlungen? Noch ein paar Monate warten ist leider keine Option...

Bilder vom Trockenbau und von den ersten Fliesen

Eine Seite im Bad, an der es später mal ein WC geben soll

Hier wird mal die badewanne stehen

Vor kurzem waren hier noch Damsperre und Unterkonstruktion für den Trockenbau zu sehen

Die ersten Fliesen im Wohn-/Esszimmer
...und weil sie uns so gut gefallen, bekommt die Küche den gleichen Boden

Die ersten Wandfliesen im Bad

Mittwoch, 16. März 2011

Trocken

Trocken soll unser Bau werden, daher wird seit ein paar Wochen kräftig geheizt. Wer also einen Saunabesuch plant ist herzlich eingeladen ;-). Erstaunlich, wieviel Wasser in so einem Bau steckt, zumal wenn er im Herbst begonnen wird. Nun hoffen wir, dass die Trocknung in den nächsten Tagen  und Wochen gut vorangeht, damit dann auch die Fassade in Angriff genommen werden kann.

Trockenbau war das Thema der vergangenen Woche. Neben diversen Vor- und Zwischenwänden wurden auch die Decken im Dachgeschoß verkleidet. Unglaublich was dies ausmacht, man hat das Gefühl, dass das Haus schon fast fertig ist. Prinzipiell ist es das auch. Bilder folgen in Kürze...

In der kommenden Woche kommt der Fliesenleger -  unser EG wird einen Fußboden erhalten und im DG wird das Bad dann naßtauglich. Danach kommen die Sanitärobjekte an ihren Platz. Naja, und dann wird es langsam ernst für uns: Wände, Decken und Fußböden benötigen dann noch ihren finalen Belag. Daran werden wir uns versuchen. Professionelle Unterstützung und Anleitung hat sich schon angekündigt: Schon mal vielen Dank im Voraus an Mischka. Ob er weiß, worauf er sich da eingelassen hat?

Montag, 28. Februar 2011

Lektion in Geduld

Anders können wir unsere heutige Erfahrung nicht bezeichnen. Aber der Reihe nach:
In eine Bodenplatte werden diverse Leerohre "eingebaut", um die verschiedenen Medien von Außen nach Innen (und auch andersrum) zu verlegen. Dies hat den Vorteil, dass keine Löcher in die gewünscht dichte und gut gedämmte Gebäudehülle gebohrt, geschlagen oder sonstwie eingebracht werden müssen. Der Elektriker scheint hingegen eine besondere Freude am "Löchern" zu haben - zu unserem Leidwesen.
Der erste Streich erfolgte bei der Rohinstallation Elektro, bei der wir eines Tages diverse Löcher in den Außenwänden des HAR vorfanden. Darunter auch ein Loch für ein fingerdickes Erdkabel. Einige Telefonate und Erklärungsversuche später hatten wir zur damaligen Zeit gehofft, dass auch der Elektriker unser Ansinnen bzgl. der dichten Gebäudehülle teilte. Schließlich investieren wir auch Einiges in Mehrdämmung, um die Wärme im Haus zu behalten.
Aber denkste, ein paar Monate später geht das Spiel von Vorne los. Bei der Elektroplanung wurde vergessen, dass eine Lüftungsanlage auch mit elektrischer Energie versorgt werden muß. So hing aus unserer 'recovair 275' schlaff ein Kabel herab, welches keine Verbindung an das Stromnetz finden konnte - war ja nichts in Kabellänge erreichbar. Der Bauleiter meinte, dass sich der Elektriker darum kümmern wird. Und wie er es getan hat. Vollkommen überrumpelnd wurde die Herrin des Hauses bei einer zufälligen Begegnung mit der Frage, ob die Rohre "oben oder unten lang" sollen, überrumpelt. Wofür, wurde ihr nicht erklärt. Als wir dann am nächsten Tag gemeinsam auf der Baustelle waren, entdeckten wir Folgendes: von der einen Seite des HAR führte über 2 Wände und über 2 Ecken ein hellgraues Kunststoffrohr bis zu einer Steckdose unter der Lüftungsanlage. Meine Kollege konnte sich folgende Frage nicht verkneifen: "Barock oder Renaissance?" Treffender hätte ich eine Überputzverlegung in einem Neubau im Jahre 2011 auch nicht beschreiben können.

Nun gut, den Elektriker angerufen und um eine "ordentliche", wie im Vertrag beschriebene, "Unterputzverlegung" gebeten. Heute, 3 Tage später, wurde die Wärmepumpe eingebaut. Dabei war auch der Elektriker vor Ort. Deshalb haben wir einen kurzen Abstecher zur Baustelle gewagt. Angekommen, entdeckten wir nicht nur das wahrlich imposante, mit dem Red Dot Design Award 2010 augezeichnete Außengerät der Vaillant Luftwärmepumpe, sondern auch ein Kabel and der Außenseite unseres Hauses. Im ersten Moment dachte ich mir 'Hmm, wurde ein Kabel zur LWP vergessen und hat man dies statt durch die Leerrohre wieder durch die Wand verlegt?' Aber der erste Blick täuschte:

Von der einen Seite, um die Ecke...
...und wieder ins Haus

Das Kabel führte auf der eine Seite des HAR aus der Wand heraus, schlängelte sich an der Außenwand um die Ecke herum,  um am anderen Ende des HAR wieder in de Wand zu verschwinden.
Meine Gedanke war '???? Was soll dass denn sein, fehlt da etwas in der Mitte ????" ' Als ich dann den HAR von Innen sah, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Das ehemals überputzverlegte Anschlußkabel für die Lüftungsanlage wurde nun einfach auf der anderen Seite der Wand, nähmlich Außen, verlegt.
Und, auch ein Déjà-vu zum Thema Löcher in der Gebäudehülle? Meine ersten Gedanken waren nun 'Wie wird auf diese Stellen der Wand noch das Wärmedämmverbundsystem bündig aufgebracht? Hätte sich die Rohbaufirma nicht den ganzen Aufwand für den Ausgleich der zu schiefgeratenen Hochlochziegel sparen können?'

Unser Bauleiter erklärte uns, dies sei kein Problem. Schliesslich wird die Dämmung von Außen mit Kleber angebracht, der das Kabel ohne Problem ausgleicht.
Aber was passiert, wenn man, zugegebenermaßen ein wahrscheinlich höchst unwahrscheinlicher Fall, an das Kabel muß? Durch die Dämmung oder lieber durch die massive Hauswand?

Die Außeneinheit der Vaillant Luft/Wasser-Wärmepumpe geoTHERM plus VWL S
(und dahinter die kreative Kabelverlegung)

Mittwoch, 9. Februar 2011

Update

Da sich in den letzten Tagen doch Einiges "am Bau" getan hat, hier ein kurzes Update:

Innenputz
Die erste Abnahme des Innenputzes zeigte, dass noch ein paar Nacharbeiten notwendig sind. Glücklicherweise scheint der Frost keinen negativen Einfluß genommen zu haben. Der erste Versuch, die Mängel zu beseitigen war nicht so ganz erfolgreich, weshalb es dann demnächst in die zweite Nachspielzeit geht. To be continued...

Heizung & Sanitär
Die letzten Tage waren die Mitarbeiter der Firma Rothermann fleißig zu Gange. Die Rohinstallation von Heizung und Sanitär wurde am 07.02. abgeschlossen. Es gab die eine oder andere Überraschung, die uns etwas verwundert hat. Nachdem wir (eigentlich hauptsächlich die bessere Hälfte von uns Beiden) doch einige Mühe in die Badplanung gesteckt hatten und dies auch immer fleißig mit der Heizungs und Sanitärfirma abgestimmt hatten, gab es 2 unerwartete Ereignisse:
Die Verlegung der Kanäle für unsere Lüftungsanlage konnte nicht wie geplant erfolgen, da im OG ein Stahlträger so verbaut wurde, dass er ein paar cm über den Rohfußboden (wird noch mit Estrich vesehen) ragte.
Die Armaturen für die Badewanne konnten nicht wie geplant verbaut werden, da an dieser Stelle der Ringanker ist.

Was wir uns fragen: Das sind doch eigentlich Dinge, die in den Bauzeichnungen erkennbar sind, warum ist dies dem Fachmann von der Heizungs und Sanitärfirma nicht vorab aufgefallen. Glücklichweise waren die Mitarbeiter vor Ort im Stande, uns bei der Lösung der Aufgabe zu unterstützen. Ml schauen, was man nun versucht, an Mehrkosten an uns weiterzugeben.

Hier mal wieder ein paar Bilder:
Fußbodenheizungsgeschlängel - in interessanter Farbe
Ein Teil der Hausanschlüsse
Fußboden Stufe 2: mt den Kanälen für die Lüftungsanlage
Querschnitt des Fußbodens in Stufe 2
Die Lüftungsanlage
(leider habe ich ein "Problem" mit dem Hochformat - müßt ihr euch mal beim Betrachten auf die Seite legen)
 


Estrich
Im Anschluss an die Rohinstallation von Heizung und Sanitär legten gleich die "Estrichleger" los und sind heute fertiggeworden. In einer Woche können wir dann das erste Mal einen Fuß in unseren fortgeschrittenen Bau setzen.

Elektrohausanschluß
Eher ein leidiges Thema: Anscheinend gibt es in der Nachbarschaft Leute, die vergessen haben, wie ihr eigener Hausbau vor ein paar Jahren ablief. Man störte sich an den Baustromkästen, die in der Nähe der Stromverteilerkästen aufgestellt waren. Zugegebenermaßen kein schöner, da vor einem fremden Grundstück, aber doch temporärer Anblick. So gab es diverse Schreiben von der Stadtverwaltung, die letztlich mit der Androhung einer Ordnungswidrigkeit ihren Höhepunkt fand.
Also Flux alles in helle Aufregung versetzt und die Stadtwerke um die Freischaltung des Elektrohausanschlusses gebeten. Innerhalb von 2 Wochen schiterten 2 Versuche daran, dass die Antragsunterlagen für die Stromvesorgung nicht per Post bei uns ankamen. Man sollte da mal die internen Prozesse und den Postdienst unter die Lupe nehmen. Zu guter letzt holten wir uns die Unterlagen dann doch lieber persönlich ab. Dank vieler Anrufe, Faxe und der Unterstützung einiger Mitarbeiter schaffte es die Chefin dann doch noch, innerhalb von 2 Tagen Strom in unser Haus zu bekommen - der Baustromkasten ist nun auch verschwunden.

Weitere Planung
In den nächsten Tagen (natürlich erst dann, wenn es der Estrich zulässt) treffen wir unseren Fliesenleger. Wir wollen ihn dann mit unseren Wünschen und unserer bisherigen Planung "überraschen" und hoffen auf die eine oder andere Idee seinerseits.
Nachdem unser Bauleiter uns einen aktualisierten Bauzeitenplan zur Verfügung gestellt hat, wissen wir es nun: Anfang April soll die Fertigstellung und Übergabe an uns stattfinden.

Montag, 3. Januar 2011

Zauberei und Realität

Nachdem unser Bausachverständiger die überraschende Info über den Innputz erhalten hat, hat er diesen begutachtet. Zumindest wollte er dies. Aber hier kommt die Physik in Spiel:
  1. Innenputz ist zu gewissen Teilen mit Wasser versetzt, zumindest während der Verarbeitung
  2. Wasser hat die Eigenschaft ab 0°C zu gefrieren
Da die Außentemperaturen der letzten Wochen beharrlich unter dem Gefrierpunkt verweilen, ist der Innenputz zumindest an den Außenwänden gefroren. Wenn man das ins rechte Licht rückt, ergibt sich ein schönes Bild - die Eiskritalle funkeln und glitzern ganz herrlich.
Aber unser Bausachverständiger findet dies nicht ganz so hübsch - er kann den Innenputz so nicht abschliessend begutachten. Unter anderem besteht die Gefahr, dass der Putz Schaden nimmt.
Was wir bereits gesehen haben ist, dass die Ebenheit des Innenputzes nicht unbedingt eine Beispiel für die beste Qualität ist. Zwar ist die Ausführung zum größten Teil innerhalb der Toleranzen, aber eben doch eher am erlaubten Maximum der möglichen Abweichungen von der "Ebene". Bereits jetzt sind einige Nacharbeiten erkennbar.
Mal schauen, was die abschließende Begutachtung nach dem Auftauen, hoffentlich mit intaktem Innenputz, ergibt.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Zauberei

Zumindest war das mein erstes Gefühl, als ich vor kurzem unser im Bau befindliches Haus betrat.
Hat doch trotz des bauunfreundlichen Wetters und der offilziell verkündeten Baupause der Innenputz Einzug in unser zukünftiges Heim gehalten. Da haben wir nicht schlecht gestaunt.
Ich glaube, das ist das Weihnachtsgeschenk unserer Baufirma, denn verraten hat vorher niemand etwas. Überraschung geglückt, aber bitte das nächste Mal wenigstens vor dem Versenden der Rechung eine Info an uns. Unser Bausachverständiger sollte uns ja wenigstens noch innerhalb der Zahlungfrist sein OK geben können.

Was gibt es sonst noch Neues zu berichten:
Es gab wiedermal Post von der Stadtverwaltung über eine anonyme Anzeige. Angeblich störe unser Baustromkasten die Schneeberäumung und auch die Mülltonnen können nicht abgeholt werden. Irgendjemand scheint Langeweile zu haben. Aber wie sagt unser Bauleiter immer: "Die Leute, die vor ein bis zwei Jahren gebaut haben, glauben nun plötzzlich ihre Häuser seien fix und fertig vom Himmel gefallen. Da sind natürlich Enschränkungen durch Baugeschehen in einem Baugebiet nicht hinnehmbar." - nun gut, kümmern wir uns also vor Weihnachten auch noch darum. Vielleicht hat ja unser Energieversorger eine Idee - der hat schließlich die Aufstellung an genau dieser Stelle veranlaßt.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Geschafft

Da fiel uns ein Stein vom Herzen, als es am Montag hieß: Die Erschließung mit Elektro, Wasser, Abwasser und Telekom wurde fertiggestellt.
Dank der tatkräftigen Unterstützung der Firma Herrmann aus Potsdam schafften es die diversen Unternehmen und deren Subunternehmer noch in diesem Jahr, die Erschließung fertigzustellen. Neben den Arbeiten für unseren Burggraben (interner Arbeitsname für die Abwasserleitungen) hat sich Herr Herrmann bereit erklärt, auch alle Erdarbeiten für die Verlegung der anderen Medien vorzunehmen. Und dies bei fast sibirischen Temperaturen und den dazu gehörenden Bodenverhältnissen. Und wenn dies nicht genug wäre, hat er uns tatkräftig bei Fragen und zusätzlichen Bitten mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Wir können nur eins sagen: Wir sind begeistert und hoffen, dass sich andere Unternehmen ein Beispiel daran nehmen. Vielen Dank an Herrn Herrmann und seine Mitarbeiter.

Nun kann der Winterschlaf beginnen und wir hoffen auf einen schnellen und reibungslosen Baustart, sobald die Natur es wieder zulässt.

Dienstag, 30. November 2010

Offizieller Winterbeginn

Kaum war das Posting zum Winterbeginn veröffentlicht, kam per Einschreiben die Mitteilung der HS-Bau, dass nun aufgrund der Witterung bis auf Weiteres alle Bauaktivitäten eingestellt werden.

Zumindest Herr Strehl, dessen Firma die Erschließung für die Telekommunikationsmedien vornimmt ist noch guter Dinge. Bei unserem heutigen Telefonat meinte er, dass die Erschließung wohl noch planmäßig in diesem Jahr erfolgen kann. Die Wettervorhersage für die kommende Woche gibt zumindest etwas Hoffnung, dass der Boden noch nicht komplett durchgefroren ist. Jetzt heißt es Daumendrücken und die sibirische Kälte von unserem Baugebiet fernhalten.

Montag, 29. November 2010

Was guckst du...

Wie versprochen, ein paar Impressionen vom Bau. Winter sei "Dank", wird es wohl bis zum Ende der Eiszeit recht ruhig werden.
Es gibt nun ein Dach, ...

..eine Haustür

... und viele Fenster


Kilometer von Kabel haben eine Heimat gefunden

Und nun kommt man per Treppe ins DG

Montag, 22. November 2010

Kommt er nun?

Der Winter ist gemeint. Mit Schrecken habe ich heute die Gespräche der Tischnachbarn beim Mittagessen belauscht: "... -10°C ab der kommenden Woche, Schneefall...". Meine Güte, da lief es mir kalt den Rücken runter. Bisher haben wir für die Woche um den 9. Dezember die Erschliessung mit Wasser, Strom, Abwasser, Telefon etc. geplant. Hoffen wir mal, dass es noch einige Plusgrade bis dahin aushalten - sonst wirds wohl erst nächstes Jahr mit den Medien im Haus.

Ansonsten geht es gut voran auf der Baustelle - Fenster und Haustür haben letzte Woche ihren Weg in die dafür vorgesehenen Öffnungen gefunden.
Auch das Dach wird fleissig eingedeckt, nachdem uns die Dachsteine einen kleinen Schrecken eingejagt hatten. Statt der bordeauxroten Dachsteine haben ihre ziegelroten Brüder und Schwestern den Weg zu unserer Baustelle gefunden. Aber das wurde schnell geklärt und glücklicherweise ab es für unsere Wunschfarbe auch noch genügend Lagerbestand, so dass es keine Verzögerungen gab.

Wienerberger hat sich auch zu den gelieferten Steinen und den daraus resultierenden Spalten geäußert. Die Massivhausprofis werden diese nun mit speziellem Dämmmörtel versehen und Alles wird gut.

Die Dämmung der Frostschürze kann wohl nicht so hergstellt werden, wie es vertraglich vereinbart wurde. Der Aufwand sei zu hoch und unangemessen- so haben wir esverstanden. Eine Alternative wird uns noch angeboten, zumindest wurde dies zugesagt. Hoffentlich meldet sich au jemand von der HS-Bau, denn auf unser Fax vom 07.11. wurde bis heute nicht reagiert. Lediglich neue Rechnungen fanden den Weg zu uns. Bis jetzt gehen wir davon aus, dass bis zum entsprechenden Zahltag auch alle noch ausstehenden Arbeiten fertiggestellt werden und das Thema Dämmung der Frostschürze geklärt wurde.

Für die visuell veranlagten Leser gibt es demnächst auch wieder Bilder vom Baufortschritt - sieht jeden Tag mehr wie ein echtes Haus aus.

Samstag, 13. November 2010

Die ersten Verzögerungen

... sind zu vermelden. Die für diese Woche geplante Eindeckung unseres Hauses lässt auf sich warten, wir durften daher schon die für die Erschliessung beuaftragte Firma um eine Terminverschiebung bitten - hoffentlich klappt es noch vor dem Winter. Auch die Rohbauarbeiten laufen anscheinend langsamer als geplant.
Allerdings scheint dies noch nicht bis nach Königslutter gemeldet worden zu sein. In der Rechungsstellung macht die HS-Bau einfach weiter, als wäre alles im Plan.
Am 5.11. erhielten wir die Rechnung über die Fertigstellung des Rohbaus und der Zimmermannsarbeiten an unserem Haus. Ganz davon abgesehen, dass zu diesem Zeitpunkt nicht nur die Giebel unvollständig waren, es fehlten im EG noch ein paar Innenwände und im DG gab es noch keine einzige massive Innenwand.
Das nahmen wir zum Anlass, uns mit einem Fax bei der HS-Bau zu melden. In diesem Fax haben wir nun auch schrifltich um die Klärung der Themen Sockeldämmung und Maße der Fugen gebeten.
Abgeschickt am 07.11.2010 erhielten wir bis heute keinerlei Rückmeldung.


Ich denke, in diesem Punkt kann und sollte die HS-Bau noch besser werden - Kommunikation mit ihren Kunden. Kunde ist König - so lautet es doch auf den FIBAV Postern in den Filialen.